Alentejo

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Neues Erfahren


Industriearchäologie

Weites, grenzenlos erscheinendes Land, die Farben und Gerüche der Erde, die unverwechselbare ländliche Architektur, die in den „Montes"- den vereinzelten Höfen des Großgrundbesitzes - in den alten Häusern der Städte und Dörfer, in den weißen Kapellen hoch oben auf den Hügeln ihren Ausdruck findet, die Lebens- und Arbeitsgewohnheiten, die Künste und Traditionen, die erhalten und erneuert werden, der „Cante"- der mehrstimmige Chorgesang -,  der den Gefühlen der Alentejaner auf ganz eigene Weise Ausdruck verleiht, all das macht die Ländlichkeit des Alentejo aus.    

Der ländliche Alentejo des 21. Jahrhunderts erschöpft sich jedoch nicht  in „Dorfidylle".  Durch den nicht immer positiven Verlauf der wechselhaften Geschichte, sind hier viele zukunftsträchtige Werte erhalten geblieben, zu denen die Überschaubarkeit und die intakte Umwelt der Städte,  der zwischenmenschliche Kontakt, die ruhige, beschauliche Lebensweise, die Freiheit und die reine Luft zählen. Vor allem aber der ganz eigene Umgang mit der Zeit, der uns die Erfahrung schenkt, dass auch in unserer schwindelerregend schnellen Welt die Zeit das bleibt, was sie immer war – unser kostbarstes Gut.

Neben Landwirtschaft, Fischereiwesen, Viehzucht, Forstwirtschaft und dem Abbau von Marmor, Schiefer und Granit, sind im ländlichen Raum noch Zeichen anderer Tätigkeiten zu finden, die wie das Mühlengewerbe oder der Bergbau unter Nutzung natürlicher Ressourcen in ihren Glanzzeiten viele Menschen ernährten.

Die an Flussläufen errichteten Wassermühlen und die auf Bergrücken erbauten Windmühlen wurden in den 60ger Jahren des letzten Jahrhunderts endgültig durch mechanische Mahlprozesse ersetzt. Zurückgeblieben sind Ruinen, die teilweise sehr reizvoll sein können, wie die Mühlen im Guadiana. Andere bekamen eine neue Bestimmung. Sie wurden von privaten Mühlenliebhabern sorgfältig restauriert oder von den Gemeinden in anschauliche  Museumsstücke verwandelt. Jederzeit zu besichtigen sind die Windmühlen von Castro Verde, São Miguel do Pinheiro (Mértola) und Santiago do Cacém. Die Wassermühle von Alferes im Flüsschen Vascão, dem südlichsten Nebenfluss des Guadiana, ist nur nach vorheriger Anmeldung geöffnet. (Informationen beim Touristenamt in Mértola)

Im Alentejo existieren enorme Pyritvorkommen, die in den stillegelegten Minen von São Domingos bei Mértola und vor allem in Aljustrel und Lousal geborgen wurden. Aljustrel und Lousal sind heute als Zentren der Industriekultur interessant.

Die Minen von Aljustrel waren schon in römischer Zeit in Betrieb als der Ort noch unter dem Namen Vipasca bekannt war, und haben eine bewegte Geschichte hinter sich. Ein ständiger Wechsel von Schließungen und Wiedereröffnungen, der bis heute andauert, hat für die Gegend eine Reihe von Problemen mit sich gebracht. Geblieben ist das Bewußtsein um den großen geschichtlichen und archäologischen Wert der Anlagen, die auch für den Besucher äußert interessant sind. Das Vermächtnis der Minen ist im Städtischen Museum zu besichtigen und auf dem „Percurso Mineiro", einem thematisch angelegten Rundgang durch die Bergwerkanlagen, auf dem man an dem Ausstellungszentrum Central de Compressores, den Verbrennungsöfen von Pedras Brancas, an der Industriezone von Algares, der Fördergrube Vipasca, dem Kamin Trastagana und der auf einem Hügel gelegenen Kapelle Ermida de Nossa Senhora do Castelo vorbeikommt. Von der Kapelle, dem Wahrzeichen des Ortes, kann man einen wunderbaren Ausblick genießen.

Bevor Sie sich auf die Entdeckung Aljustrels machen, sollten Sie sich die nötigen Informationen bei der Touristeninformation besorgen.

Das Bergwerk von Lousal ist heute im Besitz der Frederic Velge Stiftung und blickt auf eine völlig andere Geschichte zurück. Es wurde während des 20. Jahrhunderts geöffnet und stillgelegt und wird heute im Rahmen eines höchst interessanten Museumsprojekts, das Industriearchäologie mit modernster Technik verbindet, zu neuem Leben erweckt. Das kleine Bergmannsdorf ist ein prägnantes Beispiel für traditionelle Dorfarchitektur.  Wer Interesse an der Geschichte der maschinellen Energiegewinnung hat, wird an der umfangreichen und gut präsentierten Dokumentation im Museum Central Eléctrica  seine Freude haben. Statten Sie auch dem Zentrum für Kunsthandwerk mit seinen reizvollen Exponaten einen Besuch ab und begeben Sie sich mit Hilfe modernster Technik auf eine aufregende virtuelle Reise in die Tiefe der Gruben, ohne dabei die Erdoberfläche zu verlassen.

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